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MÜNCHEN Bei der 5. Sitzung des Bayerischen Energiebeirats hat Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger klargestellt: „Wir können in der Energiepolitik auf viele Erfolge zurückblicken. In vielen Bereichen sind wir deutschlandweit Spitzenreiter. Diese Motivation müssen wir nutzen und gemeinsam sinnvoll unser Energiesystem weiterentwickeln.“
Im Bereich Windenergie wurden im letzten Jahr 91 Genehmigung erteilt, 252 Anträge sind bei den Regierungen eingegangen. „Mit der Öffnung der 10H-Regel ist der Knoten bei der Windenergie geplatzt. Wir sind die schnellsten bei der Genehmigung von Windenergieanlagen: sieben Monate vom Eingang der Unterlagen bis zur Genehmigung. Die Anträge von heute werden in den nächsten Jahren auch in den Zubauzahlen zu sehen sein. Wir können aber nicht erwarten, dass direkt nach einer Genehmigung das Windrad im nächsten Monat schon steht. Wer heute einen Baum pflanzt, erwartet schließlich auch nicht, morgen schon das Holz zu nutzen“, ergänzt der Minister.
Beim Ausbau der Solarenergie ist Bayern schon lange Spitzenreiter. Aiwanger: „2024 war mit einem Zubau von rund 4 Gigawatt ein Rekordjahr für Photovoltaik in Bayern. Der Ausbau muss dringend besser mit dem Netzausbau harmonisiert werden. Die neue Bundesregierung muss hierfür die Energiewende gezielter steuern und die richtigen Anreize setzen. Regional begrenzt sehen wir, dass der Zubau von Photovoltaik das Stromnetz an seine Grenzen bringt.“ Um Abschaltungen über die Netzbetreiber zu vermeiden, appellierte der Minister an die Verbände hier gemeinsam auf Flexibilitätsmöglichkeiten hinzuweisen, beispielsweise Speicher netzdienlich einzusetzen.
Weitere wichtige Themen der Sitzung waren die Akzeptanz der Energiewende und die kommunale Wärmeplanung. „Neue Infrastrukturprojekte sind mit gewissen Veränderungen verbunden. Gerade beim Bau von Windrädern regt sich im Vorfeld in einigen Regionen Widerstand. Wenn die Anlagen dann aber stehen, erhalten wir keine einzige Kritik mehr. Das zeigt, wie wichtig es ist, die Bevölkerung vor Ort bereits zu Beginn der Planungen von Infrastrukturprojekten mitzunehmen und transparent aufzuklären. Bei der kommunalen Wärmeplanung unterstützen wir unsere Kommunen. Wir erstatten den Gemeinden rund 79 Millionen Euro bis 2028 für die Erstellung der kommunalen Wärmepläne“, betonte Aiwanger.
Abschließend machte der Minister klar: „Eine gute Energiepolitik muss flexibel bleiben, offen für Korrekturen sein und alle Technologien ideologiefrei zulassen. Aus diesem Grund ist es immer wichtig, sich in Formaten wie dem Energiebeirat auszutauschen und gemeinsam die Herausforderungen anzugehen. Entscheidend für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien sind die Integration ins Netz, die Möglichkeiten zur Flexibilisierung und die Bezahlbarkeit.“
Mitglieder des Energiebeirats sind Vertreter der Spitzenverbände, der Fachverbände, der Kammern, der Landtagsfraktionen, der bayerischen Ministerien, der Energiewirtschaft sowie weiterer gesellschaftlicher Gruppen. Der Beirat diskutiert unter Leitung von Staatsminister Aiwanger über die Entwicklungen der Energiewende.
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