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Pressemitteilung
27.11.2025
Nr. 229
Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlachruft anlässlich des „Tags der Krebsvorsorge“ am 28. November dazu auf, die Früherkennungs-Angebote konsequent wahrzunehmen. Gerlach betonte am Donnerstag in München: „Krebserkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache im Freistaat. Im Jahr 2024 sind in Bayern 15.595 Frauen aufgrund einer Krebserkrankung verstorben, bei den Männern lag die Zahl sogar bei 17.440.“
Gerlach ergänzte: „Durch eine konsequente Wahrnehmung von Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen könnten diese Zahlen gesenkt werden. Denn bei einer rechtzeitigen Diagnose ist die Prognose heute in vielen Fällen günstiger denn je. Darmkrebserkrankungen beispielsweise können bei früher Erkennung geheilt oder sogar verhindert werden.“
Die Ministerin unterstrich: „Wie wichtig es ist, Angebote der Früherkennung und Vorsorge zu nutzen, zeigt beispielsweise die Tatsache, dass die Sterblichkeit an Brustkrebs bei Frauen in den zur Mammographie eingeladenen Altersgruppen seit Einführung des Programms deutlich zurückgegangen ist. Gleichzeitig könnte der Effekt aber noch größer sein, denn bisher nimmt nur rund die Hälfte der anspruchsberechtigten Frauen diese Früherkennung wahr.“
Gerlach führte aus: „Bei Frauen ist Brustkrebs die häufigste Krebsdiagnose mit bayernweit rund 11.000 Neuerkrankungen pro Jahr, gefolgt von Darmkrebs und Lungenkrebs. Bei Männern dominieren Prostata-, Darm- und Lungenkrebs. Erschreckend dabei ist: Insgesamt ist etwa jede fünfte Krebserkrankung auf das Rauchen zurückzuführen.“
Gerlach ergänzte: „Als Gesundheits- und Präventionsministerin freut es mich, dass das Bewusstsein für einen gesunden Lebensstil in den letzten Jahren und Jahrzehnten gestiegen ist. Denn mehr als ein Drittel aller Krebsneuerkrankungen in Deutschland sind auf vermeidbare oder zumindest beeinflussbare Risikofaktoren zurückzuführen, darunter Aspekte des Lebensstils, Infektionen und Umweltfaktoren. Mit ausreichend Bewegung, einer gesunden Ernährung, dem Verzicht auf das Rauchen und Alkohol sowie mit dem Schutz vor UV-Strahlung kann jeder und jede das Risiko für Krebserkrankungen aktiv senken.“
Die Ministerin erläuterte: „Gleichzeitig darf nicht vergessen werden, dass längst nicht jede Krebserkrankung mit einem gesunden Lebensstil zu verhindern ist. Umso wichtiger ist es, die empfohlenen Früherkennungsuntersuchungen für bestimmte häufige Krebserkrankungen wahrzunehmen. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.“
Zu den wichtigen Früherkennungsangebotenzählen Untersuchungen zu:
- Brustkrebs (klinische Untersuchung der Brust ab 30 Jahren, Mammographie-Screening zwischen 50 und 75 Jahren)
- Darmkrebs (ab 50 Jahren)
- Gebärmutterhalskrebs (ab 20 Jahren)
- Hautkrebs (ab 35 Jahren)
- Prostatakrebs (ab 45 Jahren)
Prof. Dr. Christian Weidner, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), ergänzte: „Vor allem bei einer frühen Entdeckung von Brustkrebs-, Prostata- oder Hautkrebstumoren haben Betroffene nahezu die gleichen Überlebenschancen wie der Bevölkerungsdurchschnitt – auch dank mittlerweile guter Krebstherapien.“
Gerlach fügte hinzu: „Auch die HPV-Impfung im Kindes- und Jugendalter ist ein wichtiger Beitrag zur Vorbeugung, da sie vor Krebserkrankungen schützt, die durch Humane Papillomviren (HPV) hervorgerufen werden.“
Krebserkrankungen werden seit 1998 im Bayerischen Krebsregister erfasst. Dieses wird seit 2017 in erweiterter Form vom LGL geführt und ist auf der Website des LGL einsehbar. Genaue Zahlen zu den Krebserkrankungen im Freistaat und in den Landkreisen für die Diagnosejahrgänge 2002 bis 2023 sind online per Datenabfrage beim Bayerischen Krebsregister abrufbar.
Weitere Informationen zum Thema Krebsvorsorge stehen auf der Website des Bayerischen Gesundheitsministeriums zur Verfügung.
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