Pressemitteilungen
Für besondere Verdienste um den Klimaschutz hat Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber am Abend in Regensburg die diesjährigen Preisträger des Bayerischen Klimaschutzpreises geehrt. Glauber betonte: „Klimaschutz ist ein Mitmach-Projekt. Den Klimawandel meistern wir nur gemeinsam. Außergewöhnliche Leistungen und Einsatz für den Klimaschutz wollen wir würdigen und bekannt machen. Dafür verleihen wir den Bayerischen Klimaschutzpreis. Die vier ausgezeichneten Preisträger arbeiten kreativ, engagiert und ausdauernd an Lösungen für den Klimaschutz und die Klimaanpassung. Die spannenden Projekte sind neue Leuchttürme für den Klimaschutz in Bayern.“ Mit dem Klimaschutzpreis würdigt die Bayerische Staatsregierung besonderes Engagement für den Schutz des Klimas oder die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels. Der Bayerische Klimaschutzpreis ist in diesem Jahr mit insgesamt 25.000 Euro dotiert und wird 2025 bereits zum fünften Mal verliehen.
Vergeben wird der im Artikel 11 des Bayerischen Klimaschutzgesetzes verankerte Preis sowohl an Privatpersonen als auch an Unternehmen, Institutionen oder Vereine, die sich um den Schutz des Klimas oder die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels besonders verdient machen. Die Ehrung wird an alle Preisträger gleichwertig und ohne Rangfolge verliehen. Organisiert wird der Wettbewerb durch die Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK).
Vorschläge für den Klimaschutzpreis 2026 können bis 31. Januar 2026 unter www.lenk.bayern eingereicht werden.
Die Preisträger 2025 sind:
Ratisbona Handelsimmobilien (Regensburg)
Das Immobilienunternehmen legt bei seinen Bauprojekten einen starken Fokus auf Ressourcenschonung und Kreislauffähigkeit. Dabei hat sich das Regensburger Familienunternehmen ganz auf Immobilien für den Handel spezialisiert. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als Öko-Pionier und will mit seiner Arbeit Verantwortung übernehmen, Vorurteile abbauen und zur Bauwende beitragen. Mit dem RATIS-BONA.ECO.OUTDOOR-Konzept führt die Firma das eigene Leitbild des zirkulären Bauens von Lebensmittelmärkten in den Außenbereich fort. Gemeinsam mit Landschaftspflegeverbänden gestalten sie die Außenanlagen so, dass sie naturnah und ökoeffektiv sind, den versiegelten Flächenverbrauch und Wärmeinseln reduzieren und die natürliche Versickerung stärken.
Clemens Thielen und Jan Boeckmann (Straubing)
Das im Rahmen eines Forschungsprojekts am TUM Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit entstandene Projekt AKUT verwendet modernste Optimierungs- und KI-Verfahren, um Starkregengefahrenkarten und effiziente Starkregenvorsorgekonzepte vollautomatisiert zu erstellen und interaktiv zu visualisieren. Starkregenereignisse nehmen im Rahmen des Klimawandels sowohl in ihrer Intensität als auch in ihrer Häufigkeit stark zu. Zielgruppe des Projektes sind vor allem Kommunen, die sich durch die Entwicklung von optimalen Starkregenvorsor-gekonzepten schützen möchten. Gemeinsam mit Projektpartnern aus Wissenschaft und Praxis wurde eine Web-Applikation entwickelt, die Kommunen erstmals eine automatisierte und kostenlose Erstellung eines solchen Konzeptes ermöglicht. Das kommt insbesondere kleinen Kommunen zugute, die nur ein geringes Budget für die Planung zur Verfügung haben.
Übrig e.V. (Freising)
Das Café Übrig wurde 2021 in Freising eröffnet und ist nach wie vor das erste und einzige Foodsharing-Café in Bayern. Betrieben wird es vom Übrig e.V., der sich ganzheitlich mit dem Thema Ressourcenwertschätzung befasst und dieses in die Mitte der Gesellschaft tragen möchte. Zentraler Teil des Cafés ist ein sogenannter „Fairteiler“, über den Privatpersonen übrig gebliebene Lebensmittel teilen und mitnehmen können. Neben dem regulären Café-Betrieb finden regelmäßig Veranstaltungen, Stammtische und Vorträge rund um das Thema Lebensmittelrettung und -aufbereitung statt.
Brauerei zum Kuchlbauer GmbH & Co. KG (Abensberg)
Mit Kuchlbauers Weissbier-Quartier+ hat die Brauerei ein nachhaltiges Logistikzentrum außerhalb der Innenstadt gebaut, das 2024 eröffnet wurde. Dort wird mehr Energie produziert als verbraucht und mehr Kohlenstoff gebunden als CO2 emittiert. Mit dem Projekt sollen Unternehmen ermutigt werden, in energieeffiziente Bauweisen zu investieren, auch mit Blick auf langfristige wirtschaftliche Stabilität, Unabhängigkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Ebenso soll durch das Projekt ein Mehrwert für die Mitarbeiter und die Region geschaffen werden. Zu den umgesetzten Maßnahmen zählen die Vollholzbauweise und das recycelte Fundament des Gebäudes, Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen mit hoher Recyclingfähigkeit bzw. ein generell geringer Materialeinsatz sowie smarte Energiekonzepte. Auch der Außenbereich steht mit einer Totholzfläche, Bienenstöcken, einer Zisterne und Streuobstwiese im Einklang mit der Natur.
Hinweis: Fotos der Preisverleihung gibt es unter https://www.stmuv.bayern.de/aktuell/mediatek/termine.htm
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