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+++ Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat heute gemeinsam mit dem Landesbeirat des Malteser Hilfsdienstes das bayerische Zentrum für besondere Einsatzlagen (BayZBE) in Windischeschenbach in der Oberpfalz besucht und sich vor Ort einen Eindruck der vielseitigen Übungsmöglichkeiten verschafft. „Hier werden Fachwissen gebündelt, Strategien entwickelt und innovative Lösungen für die Herausforderungen von morgen erarbeitet. Das BayZBE ist als hochmodernes Trainings- und Simulationszentrum ein wichtiger Teil unserer Sicherheitsarchitektur. Es bietet die realitätsnahe Simulation unterschiedlicher Einsatzlagen“, betonte Herrmann. Einsatzkräfte aus dem Rettungsdienst und Katastrophenschutz können Großschadenslagen oder Terroranschläge realitätsnah erproben und im Nachgang umfassend auswerten. Der Freistaat Bayern hat die Errichtung des BayZBE und die jährlichen Betriebskosten mit 16 Millionen Euro gefördert. „Auch für die umfassende Erweiterung in zwei Bauabschnitten, für die rund 60 Millionen Euro veranschlagt sind, hat der Freistaat bereits mit einem ersten Förderbescheid über 30 Millionen Euro zugesagt“, so der Minister. +++
Herrmann verwies darauf, dass die Herausforderungen für das bayerische Hilfeleistungssystem komplex sind. „Die Einsätze haben in den letzten Jahren sowohl nach Häufigkeit als auch in ihrer Intensität zugenommen“, erklärte er und verwies auf die Hochwasserlage im letzten Jahr, die steigende Gefahr von Wald- oder Vegetationsbränden oder die Anschläge in München und Aschaffenburg. Darüber hinaus habe auch der russische Angriffskrieg auf die Ukraine die europäische Sicherheitsordnung grundlegend verändert. Herrmann hob hervor: „Wir müssen uns auf diese neue Sicherheitslage einstellen – militärisch, aber auch im zivilen Bereich. Voraussetzung für glaubhafte Abschreckung, Verteidigungsfähigkeit und Resilienz ist das Zusammenwirken aller Akteure in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Wir müssen gemeinsam dem Ziel folgen, die Sicherheit Deutschlands umfassend zu erhalten und zu stärken.“ Daher müsse auch dringend mehr Geld in den Bevölkerungsschutz investiert werden. Herrmann nannte die Änderung des Grundgesetzes zur Ermöglichung von Investitionen auch für Zwecke des Zivil- und Bevölkerungsschutzes einen „wichtigen und notwendigen Schritt“.
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